Netze knüpfen, vermitteln, unterstützen – "Auf gesunde Nachbarschaft!" 2012–2013 aus der Sicht der Evaluation

Die Initiative "Auf gesunde Nachbarschaft!" 2012-2013 war auch aus der Sicht der wissenschaftlichen Begleitung ein großer Erfolg. Die Evaluation der Aktivitäten in den beiden Modellregionen - Waldviertel und Linzer Süden - zeigte vor allem, dass die InitiatorInnen

  • ein sehr vielfältiges Bild von Nachbarschaften hatten,
  • den umfassenden Nutzen von funktionierenden Nachbarschaften für die Gesundheit erkannten und
  • durch die Initiativen ihre Netzwerke beträchtlich ausbauen konnten.

 

Der Grundlage der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation war eine zweistufige Befragung der InitiatorInnen in den Modellregionen und eine inhaltsanalytische Auswertung von 75 Projektanträgen in beiden Regionen.

 

Die Evaluation zeigte auch, dass vor allem folgende Elemente stärkend auf die Entwicklung von Netzwerken und das soziale Engagement wirkten:

  • vermittelnde Situationen und Personen: Die Initiative und ihre UmsetzerInnen im Linzer Süden und im Waldviertel wirkten aktivierend und unterstützend
  • Treffpunkte und Möglichkeiten: Die Initiative trug dazu bei, dass die Menschen in den beiden Regionen verstärkt Möglichkeiten zum Zusammenkommen und zum Austausch vorfanden.
  • gemeinsame Problemlagen, Aufgaben und Ziele: Die Initiative ermöglichte es den TeilnehmerInnen, gemeinsam Probleme zu erkennen und Ziele gemeinsam zu verfolgen.
  • Ausdehnung und Intensivierung des Netzwerks: Wie bereits oben beschrieben, ermöglichte die Initiative in beiden Regionen ein Ausdehung und Intensivierung der Netzwerke. Das heißt: Es wurden viele Bekanntschaften und Kooperationen geschlossen.
  • Erfolge darstellen: Es zeigte sich, dass die Darstellung der Erfolge von Initiativen nach außen für sie selbst sehr wichtig ist - das macht stolz, verstärkt die Freude und erhöht die Identifikation.

 

Über den Zeitraum von etwa einem Jahr (Ende 2012 bis Dezember 2013) verlief die Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft!“ in den beiden Modellregionen Waldviertel und Linzer Süden. Innerhalb dieser Initiative, die vom Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) initiiert wurde, sollten mit organisatorischer, ideeller und vor allem finanzieller Unterstützung, Nachbarschaftsinitiativen gefördert werden. Vor Ort wurde die Initiative vom Verein für Sozialprävention und Gemeinwesenarbeit (VSG) im Linzer Süden und von der NÖ Dorf- & Stadterneuerung Waldviertel (DOERN) begleitet. In gesundheitlichen Fragen wurden die beiden Institutionen jeweils vom Verein für prophylaktische Gesundheitsarbeit (PGA) im Linzer Süden und von der Initiative „Tut gut!“ im Waldviertel unterstützt. Das internationale forschungszentrum für soziale und ethische fragen (ifz) in Salzburg wurde vom FGÖ beauftragt, die Initiative wissenschaftlich zu begleiten und zu evaluieren.

 

 

Den Abschlussbericht (Kurzfassung) steht für Sie hier zum Download bereit.

 

Eine Initiative des Fonds Gesundes Österreich
Logos Ministerium für Frauen und Gesundheit, Gesundheit Österreich GmbH und Fonds Gesundes Österreich