„Auf gesunde Nachbarschaft!“-Wissenspool

Die FGÖ-Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft!“ arbeitet vor allem praxisorientiert mit dem gesundheitsfördernden Potenzial nachbarschaftlichen Zusammenhalts, hat sich aber auch die Information und Sensibiliserung zu diesem Themenfeld zum Ziel gesetzt.

Um die Wissensbasis in diesem Bereich zu verbessern, wurde der „Auf gesunde Nachbarschaft!-Wissenspool“ gestartet. In regelmäßigen Abständen bieten wir ihnen daher kurze Zusammenfassungen wissenschaftlicher Studien aus den vergangenen Jahren zu den Themenbereichen der Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft!".

Wir konzentrieren uns dabei vor allem auf wissenschaftliche Evidenz zum Zusammenhang zwischen Zusammenhalt/Teilhabe/Engagement und Gesundheit, präsentieren aber auch verwandte Themen. Ein besonderer Fokus wird, dem aktuellen Schwerpunkt der Initiative entsprechend, auf ältere Menschen gelegt.

 

 

Aktuellster Artikel:

Nachbarschaftliche Vernetzung durch digitale Medien

Obwohl Nachbarschaft meist als Teil der analogen Welt wahrgenommen wird, besitzt auch sie zunehmend eine digitale Seite. Nachbarschaftsplattformen in Deutschland versuchen zunehmend, Menschen digital zu vernetzen, um sie einander auch real näher zu bringen. Wer die Nutzer/innen sind und welche Auswirkungen diese neuen Angebote auf das nachbarschaftliche Zusammenleben haben können, untersuchten Franziska Schreiber und Hannah Göppert in der Studie „Wandel von Nachbarschaft in Zeiten digitaler Vernetzung“.

 

Weitere Artikel:

Vom Wert der Nachbarschaftshilfe für ein gutes Alter(n)

Viele Forschungen belegen inzwischen, dass eine gute Nachbarschaft positive Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit aller Menschen hat. Ob informelle Nachbarschaftshilfe auch den Lebensalltag von älteren und dadurch zunehmend eingeschränkten Menschen erleichtern kann, ist Thema der Schweizer Studie „Soziale Unterstützung in der Nachbarschaft“.

Effiziente Stadtentwicklung durch Glücksforschung

Das Glück ist ein Vogerl – und damit es nicht wegfliegt, steht Glücksforschung hoch im Kurs. Dabei gilt es jedoch nicht nur die persönliche Zufriedenheit von Menschen genauer unter die Lupe zu nehmen, sondern auch das allgemeine Wohlergehen im städtischen Raum. Die Studie „Happy Wuppertal – Measuring Individual and Community Well-Being on the Urban Scale“ von Hans Haake und Kai Ludwigs versucht den Zusammenhang zwischen den beiden Bereichen zu erforschen.

Gesundes Alter(n) durch Bildung und Aktivsein

Die Untersuchung „Education Inequalities in Health Among Older European Men and Women: The Role of Active Aging“ geht der Frage nach, ob und inwiefern die bildungsbezogenen Unterschiede in der Gesundheit älterer Menschen durch Unterschiede im Zugang zum „aktiven Altern“ erklärt werden könnten.

Lebenslanges Lernen verbessert das Alter(n)

„Wer aus Erfahrungen nicht lernt, hat nie erfahren, was Lernen ist“, wusste schon der deutsche Aphoristiker Gerhard Uhlenbruck. Auch die Studie „I Learn, Therefore I am: A Phenomenological Analysis of Meanings of Lifelong Learning for Vulnerable Older Adults“ geht davon aus, dass eine dauerhafte Lernerfahrung positive Auswirkungen auf die Lebensqualität von sozial benachteiligten alten Menschen haben kann.

Länger selbstbestimmt leben mit digitaler Technik

Digitale Technologie vereinfacht unseren Alltag und durchdringt immer mehr und mehr Lebensbereiche. Kein Wunder also, dass sie auch vor dem Alter(n) nicht Halt macht. Obwohl ältere Menschen oftmals Berührungsängste haben, geht die Studie „Digitalisierung für mehr Optionen und Teilhabe“ davon aus, dass auch betagtere Generationen von der „digitalen Welt“ profitieren können.

Vielfältige Altersbilder durch den Austausch zwischen den Generationen

Früh übt sich, wer einen positiven Umgang mit dem Alter(n) pflegen möchte. Unter diesem Motto fassen D. Weltzien u. a. die Ergebnisse des Projekts „Begegnungen“ in ihrem Abschlussbericht „Gestützte Begegnungen zwischen Hochaltrigen und Vorschulkindern zur Verbesserung von Lebensqualität und sozialer Teilhabe“ zusammen und erörtern, welche Auswirkungen Treffen zwischen den Generationen auf Kinder haben

Soziale Beziehungen stärken unsere körperliche und geistige Gesundheit

Gute zwischenmenschliche Beziehungen sind wichtig für unser persönliches Wohlbefinden. Dass sie aber auch ausschlaggebend für unsere geistige und körperliche Gesundheit sein können, belegt die Schweizer Gesundheitsberichterstattung „Soziale Beziehungen und Gesundheit im Kanton Zürich“.

Qualitätsvolles Alter(n) durch Eingebundenheit

Sozialwissenschaftliche Studien zum Alter(n) gibt es viele, doch oftmals verliert sich dabei der Blick auf das Wesentliche, nämlich die Lebensqualität alter Menschen. Um wichtige Voraussetzungen dafür festzulegen, wurde für die Studie „Determinanten der Lebensqualität älterer Frauen: zum Stellenwert der wahrgenommenen Sicherheit und Eingebundenheit“ die Auswirkung von lebensräumlichen Aspekten auf das Alter(n) untersucht.

Mehr Wohlbefinden im Alter durch soziale Kontakte

Wir Menschen werden immer älter und die Wissenschaft stellt vermehrt Fragen nach den Voraussetzungen für ein gesundes und zufriedenes Altern. Besonders soziale Kontakte wurden dabei als wichtiger Bestandteil für Gesundheit und Wohlbefinden von älteren Menschen festgestellt. Was aber, wenn ältere Personen bereits in ihren geistigen Fähigkeiten eingeschränkt sind? Können soziale Kontakte auch ihr Wohlgefühl steigern? Dieser Frage geht die Studie „Auswirkungen erhöhter sozialer Unterstützung auf das Wohlbefinden kognitiv beeinträchtigter älterer Menschen“ auf den Grund.

Zeit als wertvolle Ressource für Nachbarschaften

Heutzutage befinden sich wirtschaftliche, soziale und lebensräumliche Verhältnisse stark im Wandel, weshalb gut funktionierende Nachbarschaften immer wichtiger werden. Vor allem Zeit spielt dabei eine wesentliche Rolle. Warum das so ist und was das konkret für Nachbarschaftsnetzwerke bedeutet, haben T. Fischer u.a. in ihrem Artikel „Über den Mehrwert organisierter Nachbarschaftshilfe - dargestellt am Beispiel des Zeit-Hilfs-Netzes Steiermark“ festgehalten.

So wichtig sind soziale Beziehungen für unsere Gesundheit

Wie wichtig sind soziale Beziehungen für unsere Gesundheit? Immer mehr Forscher/innen gehen dieser Frage auf den Grund – und das mit erstaunlichen Ergebnissen, wie etwa eine Studie von Julianne Holt-Lunstad u.a. zeigt.

Leben im Quartier: Wichtig für Selbstständigkeit und Wohlbefinden im Alter

Welche Bedeutung haben das außerhäusliche Wohnhandeln, verschiedene Facetten von Nachbarschaftserleben, Zugänglichkeitsbarrieren und die erlebte Verbundenheit mit dem eigenen Stadtteil für das Wohlbefinden im hohen Alter? Dieser Frage ging das Projekt „‚Hier will ich wohnen bleiben!‘ – Zur Bedeutung des Wohnens in der Nachbarschaft für gesundes Altern“ (BEWOHNT) nach.

Eine Initiative des Fonds Gesundes Österreich
Logos Ministerium für Frauen und Gesundheit, Gesundheit Österreich GmbH und Fonds Gesundes Österreich